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Wenn etwas funktioniert, mache mehr davon. Wenn etwas nicht funktioniert, mache etwas anderes!

Steve de Shazer

Mediation - professionelle Konfliktlösung

Mediation als professionelle Konfliktlösung

Die Mediation ist ein Verfahren zur außergerichtlichen Streitbeilegung. Die streitenden Parteien erarbeiten - geleitet und unterstützt durch einen Mediator - selbstverantwortlich Lösungen zu ihrem Konflikt. Am Ende steht dann eine vertragliche Vereinbarung über die erarbeiteten Lösungen.

Anlässe, für die eine Mediation nützlich sein kann
- Konflikte mit Kunden, Lieferanten und Verbrauchern
- Konflikte zwischen Mitarbeitern, zwischen Teams, zwischen Abteilungen
- Konflikte in Familienunternehmen
- Fragen der Unternehmensnachfolge
- Gesellschafterkonflikte
- Aushandeln von Regelungen

Der Mediator - professionell und unabhängig 
Der Mediator ist als unabhängiger Dritter für die strukturierte Steuerung und Moderation des Prozesses verantwortlich. Er tritt allparteilich auf, eine Haltung, die sowohl das eine als auch das andere Argument gleichberechtigt, jedoch unbewertet (!), als Beitrag zur Mediation zulässt. Und damit wird der Mediator für alle Parteien zum wichtigen Element im Mediationsverfahren.
In eine Mediation begeben sich die Parteien in der Regel, wenn sie weiterhin gut zusammenarbeiten wollen. Wie passt das zum Streit?
Nun, im wirtschaftlichen wie im privaten Kontext gibt es wertvolle Beziehungen und Bindungen, die durch einen heißen oder auch kalten Konflikt oder Streit verloren gehen können. Wie viel Zeit und Geld haben Sie in dieses Miteinander investiert und sich Vertrauen und Zuverlässigkeit im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet?
Es ist bitter, wenn eine lang andauernde harmonische Beziehung / Bindung durch schlechte Stimmung langsam aber sicher verloren geht. Da bietet eine Mediation eine realistische Möglichkeit Lösungen zu finden, damit es auf Augenhöhe weitergehen kann. 

Spielregeln für eine Mediation
Kurz gesagt gibt es 7 wesentliche Punkte, die die Voraussetzung für eine Mediation bilden und daher auch von allen Beteiligten anerkannt werden müssen.

  1. Eigenverantwortung und Autonomie.
  2. Die Beteiligten sind die Experten ihres Konflikts, sie können ihn mit ihrer eigenen Kompetenz lösen.
  3. Der Mediator hat keine Entscheidungskompetenz hinsichtlich des Konflikts und möglicher Lösungen. Er unterstützt den Kommunikationsprozess und ist für den Ablauf und ein strukturiertes Verfahren verantwortlich. 
  4. Offenheit und Informiertheit. Die Beteiligten müssen alle Tatschaden offenlegen, die für die Lösung des Konflikts erheblich sein können. Sie sind verpflichtet, sich über Detailfragen zum Konflikt oder zu Lösungen zu informieren ggfs. auch durch Einschaltung eines externen Experten. 
  5. Neutralität und Allparteilichkeit. Der Mediator setzt sich für die Interessen aller Beteiligten ein, er ist allparteilich. 
  6. Freiwiligkeit. Die Mediation ist ein freiwilliges Verfahren. Jeder Beteiligte kann das Verfahren jederzeit ohne Begründung beenden. 
  7. Vertraulichkeit. Das Recht der Beteiligten, die Mediation jederzeit zu beenden, erfordert einen besonderen Vertrauensschutz - insbesondere im Hinblick auf offengelegte und verfahrensrelevante Tatsachen. Die Beteiligten vereinbaren mit Unterzeichnung der Mediationsvereinbarung Vertraulichkeit über im Verlauf des Mediationsverfahrens offengelegte Tatsachen zu wahren. Darüber hinaus vereinbaren die Parteien, dass sie nur gemeinsam den Mediator von seiner Schweigepflicht entbinden können.