Das Geheimnis der Zufriedenheit

14.12.2014

Tags: Achtsamkeit, Wahrnehmung, Wertschätzung, Achtsamkeit, Wahrnehmung, Wertschätzung;

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In Ergänzung zum Blog-Posting "Achtsamkeit" möchte ich Euch diese kleine Geschichte weitergeben.
Sie kam vor langer Zeit zu uns, am Rande eines Seminars wurde sie erzählt und wir haben sie damals, so gut es ging, aufgeschrieben.
Vor einigen Tagen fand ich sie wieder und dachte, sie passt gut in diese Zeit, in der so viele beschäftigt sind alles noch "auf die Reihe " zu bekommen und zu versuchen noch möglichst viel zu erledigen, um das Jahr gut abzuschließen.    

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal einige Mönche zu einem alten Zenmeister. „Meister", fragte der eine „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Ich wäre auch gerne so glücklich wie du."
Der Meister antwortete lächelte milde und sagte: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Mönche sahen sich an und einer flehte ihn an:„Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist dein Geheimnis?"

Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."

Die Mönche wurden immer unruhiger und verstanden den Meister nicht. Und so ergänzte er nach einiger Zeit hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."

Ich habe mir vorgenommen, wieder ein bisschen mehr auf den Augenblick zu achten. Wahrzunehmen, was gerade jetzt ist, in diesem Moment einfach innehalten.